Am Montag, den 28. März 2011, besuchte der Landtagsabgeordnete Knut Korschewsky (DIE LINKE) die Stadt Steinach, denn als tourismuspolitischer Sprecher seiner Fraktion wollte er sich ein Bild von den Vorhaben der Stadt zum Rahmenplan für den "Aktiv- und Erlebnispark Silbersattel" machen. Bodo Ramelow, Vorsitzenden der Fraktion und Tilo Kummer, Vorsitzender des Landtagsausschusses für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz waren seiner Einladung gerne gefolgt und beteiligten sich mit großem Interesse an dem etwa zweistündigen Gespräch mit Steinachs Bürgermeister Ulrich Kurtz (GfS) und dem Geschäftsführer der Skiarena Gerhard Müller. Die Abgeordneten waren übereinstimmend der Ansicht, dass das Vorhaben zum Ausbau der Ski-Arena in Steinach den Plänen zum Neubau von Skianlagen von Masserberg-Goldisthal oder dem Schneekopf zu bevorzugen sei, denn hier habe sich bereits erfolgreich ein touristisches Angebot im Bereich des Wintersportes etabliert. Schnell wurde aber auch deutlich, dass bis zur Umsetzung der Planungen noch einige neue Überlegungen notwendig sein werden, wie zum Beispiel Alternativen zur Schaffung zusätzlicher Parkplätze unterhalb des Stadions. Die Befürchtungen der Anwohner diesbezüglich sollte man ernst nehmen und deshalb dem bereits erwogenen Einsatz eines Elektrobusses als Zubringer zur Wie-Li-Bahn den Vorzug geben. Damit könnten die bereits vorhandenen Stellplätze ausreichen und der Verkehrsstrom von der Stadt in Richtung Talstation wäre für die Anwohner besser zu verkraften.
Außerdem gab es die Anregung, die Gestaltung des Areals unterhalb des Stadions nochmals zu überdenken, hier sollten bei der Gestaltung auch Interessen und Bedürfnisse der Steinacher stärkere Berücksichtigung finden. Nach einem Vor-Ort-Termin auf dem Gelände der Skiarena einschließlich einer imposanten Fahrt mit dem Sessellift zeigten sich die Abgeordneten nicht nur beeindruckt von der Schönheit der Landschaft sondern auch von der einzigartigen Möglichkeit für einen ganzjährigen naturnahen Tourismus.
Bemängelt wurde durch Tilo Kummer eine ungenügende überörtliche Ausschilderung, ortsfremde Besucher erhielten somit weder Hinweise für die Fahrtroute noch würde bei Nichteingeweihten Interesse für einen Besuch geweckt. Überhaupt war man sich einig, dass in Thüringen die Zusammenarbeit der Tourismuseinrichtungen schlecht entwickelt ist, dass sich die Akteure stärker als Partner denn als Konkurrenten verstehen müssten. Daran zu arbeiten sei eine vordringliche und längst überfällige Aufgabe.
Als sich die Gesprächspartner trennten, gab es die einhellige Auffassung, das Vorhaben ist tragfähig und realistisch. Seine Umsetzung findet die Unterstützung der Abgeordneten, wenn auch in einigen Details noch nachgebessert werden sollte. Dieses Mittelgebirgs-Skiparadies sollte auf jeden Fall erweitert und damit als touristische Attraktion ausgebaut werden, denn davon werden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Steinach und der gesamten Region profitieren.