31. März 2017 SUW

Nach dem Osterspaziergang geht es in Richtung Sondierung

Ute Hopf erläutert Knut Korschewsky die Schwierigkeiten, die eine Vollsperrung der Durchfahrt von Schalkau am Ostersonntag mit sich bringt.

Die noch aus dem ehemaligen VEB Spielwaren stammenden Bärchen stehen für die unterschiedliche Wanderrouten.

Bei einem neuerlichen Abstecher ins Schalkauer Rathaus traf Knut Korschewsky jüngst auf eine viel beschäftigte Bürgermeisterin.

Schalkau. Mitten in den letzten Zügen der Planungen zum Verkehrskonzept rund um den Osterspaziergang von MDR Thüringen 2017 empfing die Rathauschefin den Landtagsabgeordneten der Linksfraktion Thüringen. Dieser wollte u.a. wissen, wie die Stadt im Schaumberger Land den Zuschlag für das Wander-Event bekommen hatte, für das auch dieses Mal bis zu 20 000 Gäste erwartet werden. Ute Hopf erklärte, dass ihr Vorgänger Reinhard Zehner bereits 2010 beim MDR angefragt hatte. Dieser wollte die Großveranstaltung zum 650. Stadtjubiläum 2012 nach Schalkau holen. In diesem Jahr bekam aber Heldburg den werbewirksamen „Wandertag“ zugesprochen. „Die hatten damals auch ein Jubiläum. 2013/14 kam aber vom MDR die Anfrage an uns, ob wir noch Interesse hätten. Und da habe ich natürlich ja gesagt“, berichtete die Bürgermeisterin.

Natürlich interessierte sich der Gast ebenso für den kompletten Ablauf in Sachen Vorbereitung  und Durchführung. „Der MDR hat uns die Flyer und Plakate gebracht und macht natürlich die Werbung im Vorfeld. Uns wurde auch gesagt, was man wie haben wolle wegen der Berichterstattung. Den Rest machen wir, die Arbeit bleibt also vor Ort“, lachte Ute Hopf trotz der zusätzlichen Anstrengungen, die eine solche Veranstaltung mit sich bringt. „Aber wir haben „Ja“ gesagt und ich denke, dass dieser Tag nachhaltig für uns werben wird. Das sieht man deutlich am Beispiel von Münchenbernsdorf, wo 2016 der Osterspaziergang stattfand. Ich hätte diese Gegend, die keine typische Wanderregion ist, sonst nie kennengelernt. Aber wie ich erst kürzlich hörte, kommen noch heute Wanderer dorthin, um die Routen von 2016 zu laufen“, blickte Ute Hopf optimistisch auf den Ostersonntag.

Knut Korschewsky, seines Zeichens Präsident des Thüringer Gebirgs- und Wandervereins e.V. (TGW) warf dazu ein, dass nach seinen Erfahrungen die angesprochenen Routen dann auch eine entsprechende „Qualität“ aufweisen müssten. „Vertreter der Stadt Schalkau sind 2016 die kleine und mittlere Route mitgelaufen. Im Hinblick darauf müssen wir uns mit unserer Auswahl auf keinen Fall verstecken“, lobte die Rathauschefin das Organisationsteam der Strecken rund um Schalkau.

Das noch ungelegte Ei „Austausch zur Gebietsreform mit Frankenblick“ sprach Knut Korschewsky gleich im Anschluss an. „Ein konkreter Versuch ist ja gerade an nicht zugestellten Einladungen zur Stadtratssitzung gescheitert, wie ich der Presse vernahm. Ich dachte ja erst, das ist ein Scherz“, unterstrich Korschewsky seine Zweifel. Ute Hopf: „Uns ist wahrlich nicht zum Lachen. Aber drei Stadträte hatten wirklich keine Einladung bekommen. Vor Ostern wird kein neuer Termin möglich sein. Sie sehen ja, was hier bis dahin noch vor uns liegt“.  Der Gast aus Erfurt wies darauf hin, dass man die Phase der Freiwilligkeit nutzen sollte. „Das würde immerhin eine schöne `Hochzeitsprämie` geben. Und wenn ihr euch nicht einigt, verfällt die und zum Schluss werdet ihr dann doch Eins, halt verordnet“,  so Korschewsky.  

„Wir werden Sondierungsgespräche führen. Die standen ja auf der Tagesordnung für die ausgefallene Stadtratssitzung. Im Gegensatz zu Bachfeld zum Beispiel, die ja erstmal mit niemandem sprechen wollen, haben wir das ja vor. Allerdings müssen wir das Ganze gut vorbereiten, um in den Gesprächen auch deutlich machen zu können, was wir für uns wollen“, verwies Ute Hopf auf einen demnächst anstehenden Beschluss in dieser Sache.

„Ich kann gut verstehen, dass die Stadt Schalkau für sich Prioritäten setzen will und muss, denke aber, dass dennoch kein Weg an Gesprächen mit den Verantwortlichen der Gemeinde Frankenblick vorbeiführt“, bemerkte Knut Korschewsky abschließend.

Bilder und Text: SUW