25. Oktober 2017 KK

Siemens: Alle Standorte müssen erhalten bleiben!

Fraktionsvorsitzende der im Thüringer Landtag vertretenen Parteien - außer der AfD - im Gespräch mit dem Betriebsrat und Vertretern der IG Metall

Das Erfurter Generatorenwerk läuft auf Volllast. Die hohe Nachfrage, die Breite der möglichen Produktion und die flexible Aufgabenerfüllung im Werk lassen in keiner Weise ökonomisch erkennen, warum sich Siemens von diesem wichtigen Standbein trennen will. Die 700 Beschäftigten und hunderte weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Zulieferbetrieben erwarten zu recht, dass sich Siemens seiner Verantwortung stellt und statt über Verkäufe über entschiedene Standortsicherung nachdenkt. Unsere volle Solidarität gilt den Kolleginnen und Kollegen der betroffenen Siemens-Standorte, insbesondere natürlich dem Siemens-Generatorenwerk in Erfurt!

Wir werden alles dafür tun, dass der Konzern seine Pläne rückgängig macht.

Es ist bezeichnend, dass erfolgreiche ostdeutsche Fabrikationsstandorte wie Erfurt und Görlitz geschlossen werden sollen. Solche Bewegungen kennen wir aus den vergangenen 25 Jahren leider viel zu oft. Deshalb gilt es, über Partei- und Landesgrenzen hinweg zusammenzustehen, um der Marginalisierung ostdeutscher Industriearbeitsplätze etwas entgegenzusetzen.

Die Kolleginnen und Kollegen haben auf der heutigen Protestveranstaltung gezeigt, dass Sie bereit und Willens sind alle Formen des Protestes zum Erhalt des Werkes und damit ihrer Arbeitsplätze auszuschöpfen.