Berufsschulstandort Sonneberg wird gestärkt
Die SBBS Sonneberg wird vom Schuljahr 2016/17 an bis 2021/22 nicht nur in ihrem Bestand für sechs Jahre gesichert, sondern in ihrer Bedeutung erweitert. Dafür hatte sich auch Knut Korschewsky eingesetzt, dem die Landrätin Christine Zitzmann dafür ausdrücklich dankte.
Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat einen Großteil der Anträge des Landkreises Sonneberg zur gewünschten Ausweitung des Lehrauftrags der SBBS bewilligt. Dies ist Ergebnis eines Gesprächs der Landrätin Christine Zitzmann mit Staatssekretärin Gabi Ohler (DIE LINKE). So wird die Bildungseinrichtung vom Schuljahr 2016/17 an bis 2021/22 nicht nur für sechs Jahre gesichert, sondern in ihrer Bedeutung erweitert.
U.a. wird die Beschulung der Elektroniker (Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik) von der Grundstufe bis zur Fachstufe III für die Landkreise Sonneberg und Hildburghausen fester Bestandteil der Lehre an der SBBS Sonneberg.
Weiterhin ist die SBBS Sonneberg ab kommendem Schuljahr neuerlich Beschulungsstandort für den Ausbildungsberuf Industriekaufmann/-frau für das Einzugsgebiet Sonneberg und Hildburghausen, nachdem dieser Ausbildungsberuf seit 1992 nicht mehr Bestandteil der Lehre der SBBS Sonneberg war. Dadurch wird den Forderungen der hiesigen Ausbildungsbetriebe und der IHK Südthüringen in Bezug auf eine wohnortnahe Beschulung Rechnung getragen. Voraussetzung für eine Klassenbildung ist allerdings die entsprechende Schülerzahl.
Darüber hinaus wird die Ausbildung zum Industriemechaniker weiterhin stattfinden, hier wurde der vorhandene Options-Vermerks gestrichen, und die Glasbläser-Ausbildung an der SBBS-Außenstelle Berufsfachschule Glas Lauscha wird als anerkannte Bundesfachklasse für nun alle Bundesländer aufgewertet.
Zeitnah will das Ministerium ebenfalls prüfen, ob der Beruf Elektroniker für Betriebstechnik in der Grundstufe und Fachstufe I am Schulstandort Sonneberg beschult werden kann. Für Sonneberg spricht neben den stabilen Schülerzahlen unter anderem, dass Lehrkräfte der SBBS Sonneberg als berufene Mitglieder der Prüfungskommission arbeiten, die überbetrieblichen Lehrgänge wie auch die praktischen Prüfungen im Sonneberger Ausbildungszentrum stattfinden. Mit dieser weiteren Beschulungsvariante würde der Forderung regionaler Unternehmen Rechnung getragen und auch die Schülerzahlen in Grund-und Fachstufe 1 könnten stabilisiert werden.
Nicht zuletzt freute man sich, dass der bisher kommissarisch tätige Steffen Werner an der Spitze der SBBS zum 1. April 2016 offiziell zum Schulleiter ernannt wird. Damit kann endlich die Stelle des stellvertretenden Schulleiters ausgeschrieben werden.
„Das deutliche Bekenntnis des Thüringer Bildungsministeriums zu unserer Staatlichen Berufsbildenden Schule Sonneberg ist eine sehr gute Nachricht, denn es sichert eine zentrale Säule unseres Wirtschafts- und Bildungsstandortes. Bei der Fortschreibung des Berufsschulnetzes ging es um die Zukunft der Region und wir haben sehr Wichtiges erreicht! Neben dem Ministerium um Frau Staatssekretärin Ohler danke ich auch dem Landtagsabgeordneten Knut Korschewsky (Die Linke), der unser Anliegen unterstützt hat. Ermutigen möchte ich nun all unsere infrage kommenden Unternehmen in Handwerk und Industrie, die Möglichkeit der wohnortnahen Ausbildung rege zu nutzen“, erklärte Landrätin Christine Zitzmann abschließend.
Quelle: Amtblatt des LK Sonnberg, Nr. 1/2016
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