Besuche in Sonneberger Jobcenter und VHS

SUW

Im Rahmen seines Wahlkreistages informierte sich Knut Korschewsky im Sonneberger Jobcenter über die aktuelle Arbeitsmarktlage im Landkreis und in der VHS über deren neue Angebote und Projekte.

Im Rahmen seines Wahlkreistages informierte sich Knut Korschewsky im Sonneberger Jobcenter über die aktuelle Arbeitsmarktlage im Landkreis und in der VHS über deren neue Angebote und Projekte.

Angebote nach Bedarf ausrichten

„Trotz leicht gestiegener Zahlen im Februar sind wir noch immer bester Landkreis“, fasste Torsten Fromberger den aktuellen Stand kurz und knapp zusammen. Der stellvertretende Leiter des Jobcenter Sonneberg führte dazu weiter aus, dass sich das Verhältnis zwischen den Beziehern im SGB II- und SGB III-Bereich umgekehrt hat. Bei der Februar-Arbeitslosenquote von 5 Prozent überwog demnach erstmals der Anteil der Langzeitarbeitslosen mit 2,6%. Das Verhältnis von Männern und Frauen ohne Beschäftigung betrage 54,3% zu 45,7%.

„Der Großteil arbeitslos gewordener Fachkräfte findet in der Regel nach spätestens sechs Monaten eine neue Beschäftigung. Schwieriger gestaltet sich das Ganze im SGB II-Bezug, aus dem häufig Stellen im Helferbereich über Zeit- und Leiharbeit abgedeckt werden. Vielfach scheitern Vermittlungen hier an der fehlenden Mobilität der Bewerber“, berichtete Fromberger dem Gast. Es sei ebenso festzustellen, dass aktuell nicht mehr so häufig begleitende Angebote von den Arbeitsgebern nachgefragt würden. „Wir haben ja die Möglichkeit, über Instrumente wie Trainingsmaßnahmen oder Eingliederungszuschüsse die Firmen bei der Einarbeitung von Bewerbern zu unterstützen. Das liegt wohl daran, dass vorwiegend Fachkräfte gebraucht werden“, so Fromberger.

Durchweg positive Erfahrungen habe man in der Vergangenheit mit Informations-Messen wie der „FAMOS“ gemacht. Die stetig steigende Zahl der Aussteller und große Nachfrage von Besuchern zeige deutlich, dass diese Art von Veranstaltungen fördernde Effekte nach sich ziehen.

Auch auf die zusätzlichen Anforderungen durch die Flüchtlingskrise habe man sich in der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter in Sonneberg frühzeitig und umfassend vorbereitet. Fromberger: „Wir haben dazu entsprechendes Fachpersonal vor Ort und führen regelmäßig Informationsveranstaltungen für die Betroffenen durch.

Neue Projekte für den Nachwuchs

Über die angestrebte Erweiterung der Angebote speziell für Kinder und Jugendliche informierte VHS-Leiterin Jeannette Reuter im Anschluss in ihrem Haus.

„Wir haben uns diesbezüglich Gedanken gemacht und wollen an die früheren Ferienprogramme anknüpfen, mit einer Art Sommercamp zum Beispiel. Dieses würde eine Ganztagsbetreuung einschließen mit Kochen, Sport und kreativen Beschäftigungen“, stellte die VHS-Chefin eines der möglichen Projekte vor.

Weiterhin sei man gedanklich mit der Vorbereitung eines Kindertheaters beschäftigt, das neben dem Einstudieren eines Stückes und dessen Aufführung auch die Anfertigung der dazu benötigten Kostüme und Theaterkulisse einschließt. „Als dritten Punkt möchte ich noch eine Kreativwerkstatt anführen, die man jeweils unter ein bestimmtes Motto stellen und dementsprechend mit konkreten Angeboten füllen kann“, schloss Jeannette Reuter ihre Ausführungen zu den Ideen für zukünftige Vorhaben. Gleichzeitig fragte sie bei Knut Korschewsky auch Optionen der Förderung und Finanzierung derartiger Projekte an.

Der Abgeordnete legte ihm bekannte Möglichkeiten dar und versprach, sich um weitere Informationen diesbezüglich zu bemühen. 

Bilder und Text: SUW