Grußwort zum 25jährigen Bestehen des Forstamtes Sonneberg

KK

Anlässlich des 25. Geburtstages des Forstamtes Sonneberg möchte ich auch im Namen unserer Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag herzliche Glückwünsche überbringen. Das Forstamt ist ebenso so alt wie die Thüringer Landesforstverwaltung insgesamt. Auch dieses Jubiläum wird demnächst gebührend begangen und gefeiert.

Anlässlich des 25. Geburtstages des Forstamtes Sonneberg möchte ich auch im Namen unserer Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag herzliche Glückwünsche überbringen. Das Forstamt ist ebenso so alt wie die Thüringer Landesforstverwaltung insgesamt. Auch dieses Jubiläum wird demnächst gebührend begangen und gefeiert.

25 Jahre sind, verglichen damit, wie alt Bäume werden können, ein Wimpernschlag. Mir ist bewusst, dass die fleißigen Forstangestellten, egal an welchem Platz sie ihrer Tätigkeit nachgehen, das Beste zum Erhalt und für die Zukunft der Thüringer Wälder tun. Und dies ist dann im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltiges Handeln, wo doch dieser Begriff auch seinen Ursprung in der Forstwirtschaft hat.

Dieser Gedanke fand seinen Niederschlag auch im Koalitionsvertrag der rot-rot-grünen  Landesregierung, in dem es u. a. heißt:

„Wir wollen den Erhalt und die Zustandsverbesserung unseres Waldes sowie die Entwicklung einer nachhaltigen und naturgemäßen Waldbewirtschaftung. Wir wollen den begonnen Waldumbau zu ökologisch wertvollen Mischwäldern konsequent fortführen. Dabei soll allen Funktionen des Waldes gleichermaßen Rechnung getragen werden.“ 

Auch das Ziel, verstärkt klimatolerante Baumarten zu pflanzen, ist im Koalitionsvertrag verankert. Nun konnten wir recherchieren, dass unter der Regie von Thüringenforst zwischen 2012 und 2015 1 Million Jungpflanzen dieser klimagerechten Baumarten, wie Tanne, Buche oder Eiche, auf über 1300 Hektar ausgebracht wurden. Das ist schon eine große Leistung, die man nur würdigen kann. Andererseits wird der Umbauprozess sicher noch längere Zeit in Anspruch nehmen, auch im Bereich des Forstamtes Sonneberg, wo ja auch die Fichte noch mit einem Flächenanteil von 75 Prozent die dominierende Baumart darstellt.

Gestatten Sie mir einen kurzen Rückblick auf 25 Jahre Thüringer Landesforstverwaltung:

  • Beginn war der 1. Juli 1991 mit 60 Forstämtern und 487 Revieren
  • 1994 Errichtung der Thüringer Fachhochschule für Forstwirtschaft
  • 1995 Errichtung der Landesforstdirektion in Oberhof
  • 1997 Gründung des Nationalparks Hainich
  • Ab 2003 kam es im Zuge einer Behördenreform zur Reduzierung der Anzahl der Forstämter auf 24 und der Forstreviere auf 279
  • 1. Januar 2012: Gründung von ThüringenForst - Anstalt öffentlichen Rechts

Schon die wenigen schlaglichtartig aufgezählten Ereignisse zeugen doch davon, welchen kontinuierlichen Strukturveränderungen die Thüringer Forstverwaltung seit der Wende 1990 unterworfen war, einhergehend leider auch mit einem radikalen Rückgang der Zahl der Beschäftigten von anfangs rund 10000 auf heute noch etwa 1500.

Auch deshalb wünsche ich Ihnen, dass sich die jetzigen Strukturen gut bewähren und es nicht zu weiteren Einschnitten  bei den Mitarbeiterzahlen kommen muss.

Denn das Arbeiten im und mit dem Wald stellt eine der wichtigsten Tätigkeitsfelder in unserem Land dar. Immerhin stehen auf rund 30 Prozent unserer Landesfläche Wälder. Und diese wollen wir gemeinsam gesund erhalten für eine sorgsame wirtschaftliche Nutzung, für naturnahe Landschaften, für den Schutz der Umweltfaktoren Boden, Wasser und Luft, für optimale Lebensräume von Tieren und Pflanzen und selbstverständlich soll der Wald weiter ein Ort der Entspannung und Erholung für die Menschen sein können.

Herzlichen Dank an alle, die sich diesen Aufgaben in der täglichen Arbeit stellen und alles Gute für die Zukunft.<xml> </xml>