Intensive Gespräche im Hinterland
Die Gemeinde Frankenblick und der Förderverein Schalkauer Schwimmbad standen auf der Agenda des jüngsten Wahlkreistages von Knut Korschewsky.
Die Gemeinde Frankenblick und der Förderverein Schalkauer Schwimmbad standen auf der Agenda des jüngsten Wahlkreistages von Knut Korschewsky.
Effelder/Schalkau. Ein konstruktives Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Köpper prägte den Besuch des Landtagsabgeordneten Knut Korschewsky im Schloß Effelder, dem Sitz der Gemeindeverwaltung Frankenblick. Das Gemeindeoberhaupt informierte den Gast ausführlich zu den aktuellen Gegebenheiten vor Ort. „Wir haben zurzeit acht Flüchtlinge bei uns untergebracht. Diese signalisieren uns schon von Beginn an ihre Bereitschaft, durch Arbeit ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu wollen. Deshalb haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir sie einbinden können und sind an einer Lösung dran“, erklärte Jürgen Köpper zu diesem Thema. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die Flüchtlingsproblematik nur durch das Zutun aller demokratischen Kräfte in der Gesellschaft auf einen für alle Seiten zufrieden stellenden Weg zu bringen ist.
Auch beim bisher viel diskutierten Thema einer möglichen Gebietsreform erzielte man gewisse Übereinstimmung. „Natürlich müssen im Vorfeld Gespräche geführt werden, welche Konstellationen sich als sinnvoll erweisen könnten“, so Korschewsky. Letzten Endes stehe und falle alles doch bereits heute mit der Bereitschaft zur Zusammenarbeit der Protagonisten vor Ort, bekräftigten Köpper und Korschewsky unisono.
Erfreut zeigte sich der Bürgermeister über den Fakt der Öffnung des Schwimmbades im Ortsteil Rauenstein. „Wir haben dort in eine reine Instandhaltung investiert, was wir komplett aus Eigenmitteln finanzierten. Wasserverluste gehören nunmehr der Vergangenheit an. Es war unserer Meinung nach wichtig, diesen Schritt zu gehen. Immerhin haben wir mit dem Betreiber der Finnhüttenanlage am Schwimmbad den größten Beherbergungsanbieter auf dem Gebiet der Gemeinde, der natürlich ebenso an der Schwimmbadöffnung Interesse hatte.“
Tempo mahnte Köpper bei der Neureglung zum kommunalen Finanzausgleich an und stieß damit beim Landtagsabgeordneten auf offene Ohren. Ebenso wie bei den Ausführungen, das in den Kommunen, gerade im ländlichen Raum, eine Grundversorgung an Leistungen für die Bürger vorgehalten werden müsse. Etwas Sorgen bereite dem Bürgermeister aktuell ein diverser Reparaturstau, z.B. bei Feuerwehrfahrzeugen, die anstehende Einigung hinsichtlich des Digitalfunks und der Straßenbau im Kreisstraßenbereich in Rauenstein und Mengersgereuth-Hämmern.
Knut Korschewsky fragte zudem den derzeitigen Stand zum Schloß Rauenstein an. „Wir müssten eine Feinkonzeption in Auftrag geben für die konkrete Ausrichtung der Ausstellungen für den Bereich Porzellan und auch die Bleßberghöhle. Allerdngs fehlen uns dazu aktuell die Mittel“, informierte Köpper. Knut Korschwesky sicherte dem Bürgermeister zu, in dieser Angelegenheit bei den zuständigen Stellen in Erfurt Auskunft einzuholen und sich mögliche Lösungsansätze aufzeigen zu lassen.
Das Thema Schwimmbad stand auch beim zweiten Termin des Tages auf dem Programm. Mit Petra Walgenbach, Vorsitzende des Fördervereins Schalkauer Schwimmbad, ging der Landtagsabgeordnete intensiv der Frage nach Möglichkeiten zur zukünftigen Weiternutzung des beliebten Sport- und Freizeitreffs im Schaumberger Land nach. „Es ist müßig, weiter darüber zu diskutieren, warum in diesem Jahr das Schwimmbad nicht geöffnet wurde. Fakt ist, dass in den vergangenen Jahren Fehler gemacht wurden, die nicht nur für das Schwimmbad zum Nachteil wurden“, erklärte Petra Walgenbach. Der Verein habe sich in der Vergangenheit ehrenamtlich für den Erhalt des Schwimmbads engagiert, z.B. Arbeitseinsätze durchgeführt. Deshalb hatte man auch gehofft, in diesem Jahr zumindest stundenweise das Planschbecken, den Spielplatz und die Liegewiesen in Betrieb nehmen zu dürfen. „Aber vor allem versicherungstechnisch war das nicht zu verantworten“, bedauerte die Vereinsvorsitzende. Einig waren sich die Beteiligten, dass es zwingend notwendig ist, jetzt die Weichen für das nächste Jahr zu stellen. Allerdings müsse die Stadtverwaltung durch eine Nutzungsvereinbarung dem Verein auch eine gewisse rechtliche Sicherheit für das weitere Agieren und Engagement bieten.


