Touristisches Kleinod bekannter machen
MdL Knut Korschewsky, tourismuspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag, besuchte kürzlich das Schaubergwerk und Gesundheitszentrum „Morassina“ in Schmiedefeld.
Schmiedefeld. Kommen – Sehen – Staunen. Der Slogan auf einem Werbeflyer der Morassina-Grotte traf bei Knut Korschewsky voll ins Schwarze. „Ich muss gestehen, ich wußte nicht wirklich, dass hier so ein touristisches Glanzstück versteckt ist. Ich bin beeindruckt und kann ihnen versichern, dass ich zukünftig bei jeder Gelegenheit die Werbetrommel für sie rühre“, bedankte sich der Abgeordnete nach einem langen Tag voller intensiver Erlebnisse und Gespräche.
Den Einstieg in die ausführliche Vorstellung der Angebote vor Ort bildete ein Austausch mit verschiedenen Beteiligten. Morassina-Leiterin Andrea Otte gab ebenso Auskunft wie Klaus Müller, der u.a. für Führungen durch die Unterwelt verantwortlich ist, Thomas Kretschmer, seines Zeichens Schlaf-, Gesundheits- und Medizinproduktberater ebenso wie Hanno Leidel. Der Bürgermeister der zum Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gehörenden Gemeinde berichtete von den Anfängen der touristischen Nutzung des ehemaligen Bergwerks zu DDR-Zeiten, als das Geld für deratige Zwecke nach Anweisung von „ganz oben“ noch locker saß. „Von finanzieller Unterstützung in solchen Größenordnungen sind wir heute weit entfernt. Die Morassina ist zwar in kommunalem Eigentum, was aber auch entsprechende Belastungen mit sich bringt. Ohne die vielen Unterstützer, ehrenamtlichen Helfer und den Förderverein hätten wir das nie stemmen können“, verwies der Bürgermeister auf Probleme, die dem Gast nicht gänzlich unbekannt sind. Zwischen 10 – bis 15000 Besucher finden jährlich den Weg ins Schwefelloch 1. „Wir haben hier vor allem vier Verrückte, die mit viel Herzblut die Anlage über 364 Tage im Jahr am Laufen halten. Sechs Stunden pro Woche werden sie dafür bezahlt, der Rest ist Engagement und selbstloser Einsatz“, bedankte sich das Gemeindeoberhaupt einmal mehr bei seinen fleißigen und treuen Dienstleistern vor Ort. Wenn man sich das umfangreiche Angebot vor Augen hält, das Schaubergwerk und Heilstollen den Besuchern offerieren, wird das Ausmaß dieses besonderen Engagements mehr als deutlich. Da gibt es einerseits Führungen in die märchenhafte Welt unter Tage, dorthin, wo die Natur ein einmaliges Ensemble von Tropfstein- und Sinterbildung geschaffen hat, das in seiner Farbenpracht und Formenvielfalt weit und breit seinesgleichen sucht.
Medizin ohne Beipackzettel
Den naheliegenden Hinweis auf die Feengrotten in Saalfeld konterte Thomas Kretschmer wie folgt: „Wir sind zwar inhaltlich ähnlich wie Saalfeld, aber wir wollen uns nicht mehr mit Saalfeld vergleichen. Unser Hauptaugenmerk hier liegt auf dem Thema „Gesundheit“. Morassina sollen sie Menschen vor allem auch unter dem Aspekt eines Gesundheitszentrums sehen, ganz nach dem Motto: Medizin ohne Beipackzettel“, erklärte der ausgewiesene Fachmann auf diesem Gebiet. Das Konzept beinhaltet die Intergration verschiedener Bausteine mit ganzheitlichen, nachhaltigen nebenwirkungsfreien, auf natürlicher Basis beruhenden Anwendungen und Kombinationen. Das barrierefreie Morassina-Gesundheitszentrum ist nach modernsten wissenschaftlich-medizinischen Erkenntnissen gestaltet. Die therapeutischen Anwendungsbereiche wie Sauna und Kneipplandschaft erfüllen alle Qualitätsstandards. Darüber hinaus bieten Waldwege, Außentretbecken, Sonnenterasse und Sinneswege Wellness und Erholung. Das Herzstück des Gesundheitszentrums ist der mit drei Sternen zertifizierte St. Barbara-Heilstollen. In dem nahezu völlig allergen-, keim- und staubfreien Untertagesanatorium in 62 Metern Tiefe wird die uralte Methode der völlig stress- und nebenwirkungsfreien Heilstollentherapie angeboten. Das Inhalieren der gesunden Höhlenluft sorgt auf vielfache Weise für Linderung, Heilung und Wohlbefinden, insbesondere bei Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis, Heuschnupfen, Pseudo-Krupp bei Kindern, Nasennebenhöhlenentzündungen und Neurodermitis.
Kultur und Erholung
Nicht unerwähnt bleiben sollen die Veranstaltungen wie Konzerte in der Grotte, Wichtelführungen für Kinder, der Grottenadvent oder spektakuläre Dunkelführungen, spezielle Angebote für Reisegruppen und Vereine oder die Möglichkeit, sich im zauberhaften Ambiente der Morassina-Grotte das Ja-Wort zu geben. Außerdem sind der Morassina-Kräutertee aus Heilkräutern, die auf den ältesten Gesteinen des Thüringer Waldes gewachsen sind und der „Schweinstreiber“, ein Bergmannlikör nach einer uralten Rezeptur, als ergänzende Naturmedizin zum Mitnehmen zu empfehlen. Morassina bietet also neben der Kombination aus Naturschönheit und technischem Denkmal mit Relikten bergbaulicher Tätigkeit, welche Knut Korschewsky bei einer eindrucksvollen Führung live erleben konnte, auch alle Aspekte zum Entspannen, Abschalten, Genießen und Erholen.
„Ich möchte es abschließend noch einmal betonen. Ich bin sehr beeindruckt von dem, was ich hier heute erleben durfte. Als Sprecher für Tourismus meiner Fraktion freut es mich umso mehr, dass ich jetzt bezüglich dieses Kleinods mitreden kann. Wenn ich ihnen in irgendeiner Weise behilflich sein kann, lassen sie es mich wissen“, bot Knut Korschewsky seine Unterstützung an. Und natürlich hatten die Angesprochenen einige Punkte auf ihrer Agenda, die sie dem Gast aus Erfurt mit auf den Weg gaben.
Ausführliche finden Sie unter Infos: www.morassina.de
Text und Bilder: SUW









