Gleichstellung? Es gibt noch viel zu tun
Dem Wahlkreis von Knut Korschewsky stattete die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Thüringen, Katrin Christ- Eisenwinder jüngst einen Besuch ab. Der Tag war gespickt mit zahlreichen Terminen, die anregende und informative Gespräche bereit hielten.
Sonneberg. Am frühen Vormittag war das Rathaus erste Anlauftstation für Knut Korschewsky und den Gast aus der Landeshauptstadt. Martina Leipold, Gleichstellunsgebeauftragte der Stadt Sonneberg, freute sich sichtlich über die Möglichkeit zum intensiven Austausch mit Katrin Christ-Eisenwinder. Ausführlich berichtete die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung von ihrem umfangreichen Betätigungsfeld. Die Probleme der Menschen, die das Angebot zur Beratung nutzten, tangierten nahezu alle Lebensbereiche. „Das Ganze wird sehr angenommen. Die Bürgerinnen und Bürger kommen mit allen möglichen Problemen zu mir. Bei vielen ist aber dann der ‚Sack voll‘, möchte ich es mal so nennen. Solange sie sich selbst helfen können, machen das die Meisten auch. Aber manchmal wissen sie halt dann doch nicht mehr weiter. In gewisser Weise sehe ich mich auch als soziale Feuerwehr“, berichtete Martina Leipold von den vielfältigen Begegnungen, die sie regelmäßig an den Sprechtagen erlebt. Natürlich wollte Katrin Christ-Eisenwinder von der Fachkollegin aus Sonneberg auch wissen, wie sie die Novellierung des Gleichstellungsgesetzes sieht bzw. wo es noch Änderungsbedarf gibt. „Ich finde es gut, dass da endlich was passiert. Es ist ein großer Unterschied zum alten. Nur manche Punkte müssten noch konkreter, eindeutiger formuliert werden, damit die Auslegung klar und deutlich vorgegeben ist“, so Martina Leipold.
Im Landratsamt nahm sich Landrätin Christine Zitzmann Zeit zu einem intensiven Austausch. Die Hausherrin informierte nicht nur zum Thema Gleichstellung, sondern führte den Gast auch in weitere, Landkreis relevante Dinge ein. Katrin Christ-Eisenwinder freute sich zudem über die persönliche Einladung zum Tag der offenen Tür. „Das trage ich mir gleich in meinen Kalender ein“, plante sie kurzerhand einen neuerlichen Besuch in Sonneberg.
Dem Wunsch nach Information zum Angebot für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen kam die Leitung der Diakonie Sonneberg nach. Am Verwaltungssitz in der Köppelsdorfer Straße 157 hatte Vorstand Klaus Stark eine kompetente Runde versammelt, die diesem Thema mit ausführlichen Berichten aus der alltäglichen Arbeit Rechnung trug. Nach der Schließung des Frauenhauses in Sonneberg werden nunmehr entsprechende Frauenschutzwohnungen vorgehalten, die einerseits von Mitarbeitern der Diakonie, aber ebenso engagierten Frauen des Weißen Ringes am Laufen gehalten werden. Der Runde wohnte auch die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes, Antje Rebhan, bei, so dass Katrin Christ-Eisenwinder viel Wissenswertes aus der Praxis in Erfahrung bringen konnte.
Weiter ging es im Anschluss im Amt für Migration im Landratsamt. Neben Leiterin Ellen Landgraf hatte sich Stefan Müller, Chef für Jugend und Soziales im Haus, den Termin für die Gleichstellungsbeauftragte freigehalten. Das Duo berichtete vordergründig über die Koordination und Umsetzung der Aufgaben, die durch die Flüchtlingssituation im Landkreis anfielen und –fallen. Zur Sprache kam dabei auch die gute Zusammenarbeit mit dem Verein „Sonneberg hilft“, dessen Vorstellung danach auf der Tagesordnung stand. Thomas Heine, einer der Initiatoren der Hilfsorganisation, gewährte einen Einblick in die Arbeit sowie die Räumlichkeiten der von der Initiative abgesicherten Kleidersammel- und Ausgabestelle.
Der ereignis- und abwechlungsreiche Infotag on tour schloss mit einer öffentlichen Gesprächsrunde in der Geschäftsstelle der Partei in der Köppelsdorfer Straße 20. Dort stellte Katrin Christ-Eisenwinder den interessierten Gästen nochmals ausführlich ihre Arbeit vor und beantwortete mit Sachverstand die vielen Fragen der Anwesenden.
Text und Bilder: SUW





