Diät an richtiger Stelle
Knut Korschewsky, MdL überreicht dem RSV einen Scheck zur Unterstützung der Vereinsarbeit
Die Sportler des RSV Sonneberg treten eifrig in die Pedale. Neben regelmäßigem Training stehen auch zahlreiche Wettkämpfe im Terminkalender.
Sonneberg – Seit geraumer Zeit sind die Radsportler aus der Spielzeugstadt so gut wie jedes Wochenende im Einsatz. Der Kalender weist für die verschiedenen Altersklassen für Samstag und Sonntag regelmäßig diverse Rennen, Kriterien oder sogar Rundfahrten auf. Am vergangenen Wochenende maßen zum Beispiel vier junge Sonneberger der U 15 und U 17 die Kräfte bei der 14. TMP-Jugend-Tour in Gotha (wir berichteten).
Die Woche davor hatten die Nachwuchssportler um gute Zeiten bei der Landesmeisterschaft im Einzelzeitfahren gekämpft, nach Pfingsten ruft dann bereits die Süddeutsche Meisterschaft.
Ein Höhepunkt für die Sportler in der gelb-schwarzen Wettkampfkleidung war zweifelsohne Anfang Mai der 2. SonneBerg-Preis. Die vom RSV ausgetragene Veranstaltung ging in diesem Jahr gleichzeitig als Landesmeisterschaft/ Straße in die Wertung ein. Trotz der ungünstigen äußeren Bedingungen – zur Halbzeit der Veranstaltung regnete es ab Mittag in Strömen – gelang es den Veranstaltern, mit einer professionellen Durchführung der Meisterschaft und dem guten Abschneiden der RSV-Fahrer ein werbewirksames Event auf die Beine zu stellen.
„Mit einer Veranstaltung wie dem SonneBerg-Preis wollen wir den Radsport weiter in die Öffentlichkeit bringen und natürlich auch gleichzeitig um Nachwuchs werben“, begründet Joachim Schuchmann das Engagement. Bereits im vergangenen Jahr sei man mit der Premiere auf viel Interesse gestoßen. „Im letzten Jahr konnten wir aus den Überschüssen des Rennens drei Zeitfahrhelme kaufen, die uns zudem kostenlos in unseren Vereinsfarben beklebt wurden. Diese kommen speziell den Jugendfahrern zugute.“ Jüngst wurden sie zum Beispiel von der U 13 und U 15 zur Landesmeisterschaft im Einzelzeitfahren genutzt. Weiterhin konnte der RSV dank der Sponsoren, die er 2011 im Anschluss an den 1. SonneBerg-Preis fand, ein Straßenrad und drei neue Bahnräder kaufen. In diesem Jahr erwarb man für die neuen U 11er, Lucas und Uwe, neue Räder von einem Fachgeschäft in Dörfles-Esbach, das den Verein in diesem Punkte sehr unterstützt.
Auch bei der diesjährigen Auflage trug das Engagement um den regionalen Radsport bereits konkrete Früchte. Landtagsabgeordneter Knut Korschewsky (Die Linke) überreichte dem RSV einen Scheck zur Unterstützung der Vereinsarbeit. „Wir freuen uns sehr über die 500 Euro. Davon werden wir ein Kinderrennrad, also ein richtiges Rennrad mit extrem kleinem Rahmen kaufen, weil wir da den größten Bedarf haben“, klärt Joachim Schuchmann über die Verwendung auf. „Das neue Rad soll dann Max Schulz bekommen, sobald er etwas gewachsen ist. Momentan ist er dabei, seine Lizenz zu lösen, um richtig Radrennen fahren zu dürfen“, so Schuchmann weiter.
Das Geld für den RSV stammt aus der „Alternative 54“, einem Fonds, in den Landtagsabgeordnete der Linken die automatischen Diätenerhöhungen einfließen lassen, um regelmäßig soziale, kulturelle und ehrenamtliche Vereine sowie Jugendprojekte zu unterstützen. Allein 2011 konnten so in 187 Fällen 60 700 Euro an Spenden ausgereicht werden. Der Schwerpunkt der Zuwendungen lag in der Kinder- und Jugendarbeit, der Unterstützung von Frauenprojekten und Behindertenhilfe, der Förderung von Kultur, Sport und Umweltschutz sowie der Förderung von Initiativen und Projekten, die der Fürsorge von politisch, rassisch und religiös Verfolgten dienen.
Text und Fotos:
Silke U. Winkler


