Judenbach - ein Vorzeigedorf

Michael Stammberger
Wahlkreis

Anfang Dezember überraschte der Landtagsabgeordnete Knut Korschewsky den Inhaber des Dorfladens Judenbach, Jens Kaufmann, welcher gleichzeitig Vorsitzender des Bürgervereins „Dorfleben Judenbach“ ist, mit einem Besuch.

Anfang Dezember überraschte der Landtagsabgeordnete Knut Korschewsky den Inhaber des Dorfladens Judenbach, Jens Kaufmann, welcher gleichzeitig Vorsitzender des Bürgervereins „Dorfleben Judenbach“ ist, mit einem Besuch.

Jens Kaufmann hat mit seinen Ausführungen den Landtagsabgeordneten tief beeindruckt. Nach Umfragen im Dorf und positiven Rückmeldungen entschied sich Kaufmann und seine Frau, im Erdgeschoss des alten Rathauses eine Einkaufsmöglichkeit für die Judenbacher zu schaffen. Es entstand ein 24h Supermarkt, welchen die Kunden neben den regulären Öffnungszeiten auch ganz ohne Personal rund um die Uhr nutzen können. Alles was dazu gebraucht wird, ist eine entsprechende Kundenkarte. Angeboten wird ein Vollsortiment an Lebensmitteln, dazu Waren des täglichen Bedarfs, Getränke mit vorwiegend lokalen Bierspezialitäten sowie Hygiene- und Drogerieartikeln.

Regionalität steht im Mittelpunkt der Geschäftsidee. So beliefert die Landfleischerei Neuhaus-Schierschnitz den Markt mit frischen Fleisch-und Wurstwaren sowie Konserven. Auch der integrierte „Thüringer Wald Shop“ kommt bei den Kunden sehr gut an. Neben lokalen Lebensmitteln findet man Schokoladenspezialitäten, Thüringer Weine und Cocktails bis hin zu Cremes und Kosmetik. Auf Wunsch werden auch liebevoll verpackte Geschenkkörbe zusammengestellt. Abgerundet werden die Angebote im Markt von einem DHL Paketshop, einer Lottoannahmestelle, einer Bargeldauszahlung an der Kasse sowie einer Bäckerei-Filiale mit einem kleinen Cafe´ im Eingangsbereich.

„Ich hätte nie geglaubt, was man so alles auf einer 300 Quadratmeter großen Verkaufsfläche anbieten kann. Ich ziehe den Hut für das Engagement, welches den rund 400 Haushalten in Judenbach zugutekommt“, so Korschewsky. Doch das sollte noch nicht alles sein. Im Gepäck hatte Korschewsky einen Scheck über 400€ der „Alternative 54 Erfurt e.V.“ für den Bürgerverein „Dorfleben Judenbach“.

Kaufmann legte den Schalter kurz um und gab Korschewsky einen Einblick in die Arbeit des Vereins. „Die Judenbacher waren sich bewusst, dass Föritztal mit seinen 19 Ortsteilen viele Aufgaben zu bewältigen hat und jeder Ortsteil Berücksichtigung finden möchte. Deshalb sollte eine Hilfe zur Selbsthilfe ins Leben gerufen werden“, betonte Kaufmann. Die Judenbacher waren von dieser Idee begeistert. So wurde vor anderthalb Jahren der Bürgerverein „Dorfleben Judenbach e.V.“ gegründet.
Der Verein hat ca. 90 Mitglieder und ist fast wie ein Unternehmen aufgebaut. Ihm wurde für seine Arbeit von der Gemeinde Föritztal ein kostenloser Raum im Obergeschoss des ehemaligen Judenbacher Rathauses zur Verfügung gestellt. Es gibt 14 Arbeitsgruppen, welche entsprechende Arbeitsschwerpunkte  übernommen haben. So trifft sich die AG Senioren alle zwei Wochen, die AG Jugend ist verantwortlich für die Durchführung der „Kerwa“, die AG Wandern organisiert entsprechende Wanderungen. Andere Arbeitsgemeinschaften organisieren Bürgergesprächsrunden, bauen Nisthilfen und legen mit Kindergartenkindern und Grundschülern Biotope an, organisieren Dorffeste und stellen Schautafeln zu unterschiedlichen Themen auf. So ist eine Gedenktafel für Dr. Erich Apel geplant. Der 1917 gebürtige Judenbacher hatte ein sehr bewegtes und interessantes Leben. So war er von 1963 bis 1965 Vorsitzender der Staatlichen Plankommission der DDR. Er hatte das Ziel, ein sozialistisches Leistungsprinzip einzuführen. Am 03. Dezember 1965 wurde Apel kurz vor der Unterzeichnung des Wirtschaftsabkommens mit der Sowjetunion mit einem Kopfschuss aus einer Pistole in seinem Dienstzimmer im Haus der Ministerien tot aufgefunden.


Korschewsky ist sich sicher, dass diese Schautafel ein ehrendes Andenken an diesen Judenbacher werden und bleiben wird. „Die Judenbacher zeigen mit all ihren Aktivitäten, dass sie ihren Ort lieben, wertschätzen und weiterentwickeln wollen“, so Korschewsky abschließend.

Judenbach - ein Vorzeigedorf

Michael Stammberger
Wahlkreis

Anfang Dezember überraschte der Landtagsabgeordnete Knut Korschewsky den Inhaber des Dorfladens Judenbach, Jens Kaufmann, welcher gleichzeitig Vorsitzender des Bürgervereins „Dorfleben Judenbach“ ist, mit einem Besuch.

Anfang Dezember überraschte der Landtagsabgeordnete Knut Korschewsky den Inhaber des Dorfladens Judenbach, Jens Kaufmann, welcher gleichzeitig Vorsitzender des Bürgervereins „Dorfleben Judenbach“ ist, mit einem Besuch.

Jens Kaufmann hat mit seinen Ausführungen den Landtagsabgeordneten tief beeindruckt. Nach Umfragen im Dorf und positiven Rückmeldungen entschied sich Kaufmann und seine Frau, im Erdgeschoss des alten Rathauses eine Einkaufsmöglichkeit für die Judenbacher zu schaffen. Es entstand ein 24h Supermarkt, welchen die Kunden neben den regulären Öffnungszeiten auch ganz ohne Personal rund um die Uhr nutzen können. Alles was dazu gebraucht wird, ist eine entsprechende Kundenkarte. Angeboten wird ein Vollsortiment an Lebensmitteln, dazu Waren des täglichen Bedarfs, Getränke mit vorwiegend lokalen Bierspezialitäten sowie Hygiene- und Drogerieartikeln.

Regionalität steht im Mittelpunkt der Geschäftsidee. So beliefert die Landfleischerei Neuhaus-Schierschnitz den Markt mit frischen Fleisch-und Wurstwaren sowie Konserven. Auch der integrierte „Thüringer Wald Shop“ kommt bei den Kunden sehr gut an. Neben lokalen Lebensmitteln findet man Schokoladenspezialitäten, Thüringer Weine und Cocktails bis hin zu Cremes und Kosmetik. Auf Wunsch werden auch liebevoll verpackte Geschenkkörbe zusammengestellt. Abgerundet werden die Angebote im Markt von einem DHL Paketshop, einer Lottoannahmestelle, einer Bargeldauszahlung an der Kasse sowie einer Bäckerei-Filiale mit einem kleinen Cafe´ im Eingangsbereich.

„Ich hätte nie geglaubt, was man so alles auf einer 300 Quadratmeter großen Verkaufsfläche anbieten kann. Ich ziehe den Hut für das Engagement, welches den rund 400 Haushalten in Judenbach zugutekommt“, so Korschewsky. Doch das sollte noch nicht alles sein. Im Gepäck hatte Korschewsky einen Scheck über 400€ der „Alternative 54 Erfurt e.V.“ für den Bürgerverein „Dorfleben Judenbach“.

Kaufmann legte den Schalter kurz um und gab Korschewsky einen Einblick in die Arbeit des Vereins. „Die Judenbacher waren sich bewusst, dass Föritztal mit seinen 19 Ortsteilen viele Aufgaben zu bewältigen hat und jeder Ortsteil Berücksichtigung finden möchte. Deshalb sollte eine Hilfe zur Selbsthilfe ins Leben gerufen werden“, betonte Kaufmann. Die Judenbacher waren von dieser Idee begeistert. So wurde vor anderthalb Jahren der Bürgerverein „Dorfleben Judenbach e.V.“ gegründet.
Der Verein hat ca. 90 Mitglieder und ist fast wie ein Unternehmen aufgebaut. Ihm wurde für seine Arbeit von der Gemeinde Föritztal ein kostenloser Raum im Obergeschoss des ehemaligen Judenbacher Rathauses zur Verfügung gestellt. Es gibt 14 Arbeitsgruppen, welche entsprechende Arbeitsschwerpunkte  übernommen haben. So trifft sich die AG Senioren alle zwei Wochen, die AG Jugend ist verantwortlich für die Durchführung der „Kerwa“, die AG Wandern organisiert entsprechende Wanderungen. Andere Arbeitsgemeinschaften organisieren Bürgergesprächsrunden, bauen Nisthilfen und legen mit Kindergartenkindern und Grundschülern Biotope an, organisieren Dorffeste und stellen Schautafeln zu unterschiedlichen Themen auf. So ist eine Gedenktafel für Dr. Erich Apel geplant. Der 1917 gebürtige Judenbacher hatte ein sehr bewegtes und interessantes Leben. So war er von 1963 bis 1965 Vorsitzender der Staatlichen Plankommission der DDR. Er hatte das Ziel, ein sozialistisches Leistungsprinzip einzuführen. Am 03. Dezember 1965 wurde Apel kurz vor der Unterzeichnung des Wirtschaftsabkommens mit der Sowjetunion mit einem Kopfschuss aus einer Pistole in seinem Dienstzimmer im Haus der Ministerien tot aufgefunden.


Korschewsky ist sich sicher, dass diese Schautafel ein ehrendes Andenken an diesen Judenbacher werden und bleiben wird. „Die Judenbacher zeigen mit all ihren Aktivitäten, dass sie ihren Ort lieben, wertschätzen und weiterentwickeln wollen“, so Korschewsky abschließend.